Craig Silvey: Wer hat Angst vor Jasper Jones

Corrigan, eine Kleinstadt in Australien in den 1960er Jahren: Hier lebt der dreizehnjährige Charlie. Er ist in gutbürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen und hat keine ärgeren Probleme, als heimlich in eine Mitschülerin verliebt zu sein.

In diesem Sommer 1965 wird sich sein Leben jedoch für immer verändern, denn eines Nachts steht Jasper Jones vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe. Jasper ist Halb-Aborigine und daher ein Außenseiter im Ort, ein Schulschwänzer, angeblich auch ein Dieb. Allen Kindern wird geraten, sich von ihm fern zu halten, dennoch wird er von den meisten als “Rebell” auch bewundert – besonders von Charlie.

Am Ende dieser Nacht wird sich Charlie allerdings wünschen putty , er hätte Jasper fortgeschickt, er hätte nie die tote Laura Wisehart gesehen und beim Verstecken ihrer Leiche geholfen. Jasper beteuert, sie nicht getötet zu haben – doch sagt er auch wirklich die Wahrheit?

Für Charlie stehen plötzlich alle Dinge auf dem Kopf. Er erlebt unschöne Züge an seinen Nachbarn, die sich als Rassisten entpuppen und muss sich entscheiden, wem er Vertrauen schenken kann und wem er Loyalität schuldet.

Ein wunderbares Jugendbuch in der Tradition von Harper Lees “Wer die Nachtigall stört”. Sehr atmosphärisch – und ganz ohne Vampire, Engel oder Werwölfe! Dafür mit viel Spannung und Tiefgang, Humor und auch ein wenig Heldentum.

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