Vladimir Jabotinsky: Die Fünf

Jabotinsky, 1880 in Odessa geboren, schrieb diesen Roman bereits in den 1930er Jahren. Doch erst 2013 ist diese erste deutsche Übersetzung in der „Anderen Bibliothek“ herausgegeben worden.

Der Roman ist eine Ode an die einzigartige Schwarzmeer-Stadt, die in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ein Schmelztiegel war.
Das ukrainische und das russische, das jüdische und das deutsche, das armenische und das griechische Leben fanden Platz im weltoffenen Odessa.
Im Mittelpunkt des Romans steht die Familie Milgrom mit ihren fünf Kindern, mit denen der Ich-Erzähler befreundet ist. So wird er Zeuge der grausamen Schicksalsschläge, die die Milgroms treffen.

Elegant erzählt, wechselt die Geschichte nach einem heiteren Beginn allmählich den Ton.  In die liberale Gesellschaft mischen sich immer mehr nationalistische und antisemitische Strömungen. So wird der Erzähler Chronist einer untergehenden Epoche und einer zerbrechenden Familie.

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