Takis Würger: Der Club…

…oder: Wenn schöne Menschen* schöne Bücher schreiben

Ja, es lohnt sich, den „kleinen“ Schweizer Verlag Kein & Aber im Auge zu behalten, denn er hat einfach tolle Bücher im Programm!
Für mich das Highlight im Frühjahrsprogramm 2017:
Der Debütroman des jungen „Spiegel“-Reporters Takis Würger.
Das Buch führt in die Welt der Bildungs-„Elite“, nach Cambridge. Hierher verschlägt es den stillen, unbeholfenen Hans, der seine Eltern in jungen Jahren auf tragische Weise verloren hat.
Den Weg ebnet seine Tante Alex Birk, die als Dozentin für Kunstgeschichte in der Universitätsstadt lebt. Beider Verhältnis ist schwierig, denn Hans hatte einst gehofft, bei Alex leben zu können, wurde aber in ein Internat geschickt.
Und auch jetzt will seine Verwandte ihn nicht aus Gründen der Familienzusammenführung bei sich haben. Sie hat einen Auftrag für ihren Neffen, der für ihn zu einer großen Belastung wird.
Hans soll sich dem Boxteam anschließen und so Mitglied einer geheimnisvollen Gruppe von männlichen Studenten werden, die Verbrechen begehen und offiziell nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.
Zur Seite steht ihm dabei die Doktorandin Charlotte, die ihre eigenen Beweggründe hat, Hans zu unterstützen. Im Boxteam findet Hans zum ersten Mal in seinem Leben richtige Freunde. Freunde, die er bespitzeln soll…

Takis Würger erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven, dabei treten nicht nur die Hauptfiguren als Erzähler auf, sondern auch Nebenfiguren. Manches wirkt vielleicht etwas plakativ, aber das Buch ist einfach spannend erzählt und der Blick in die Welt der Elite-Uni sehr interessant.

Hier kann man den Autor sehen 😉

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